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Dāna – Großzügiges Geben

Dāna, die Handlung des Gebens, der Großzügigkeit, ist nach der Lehre des Buddha eine grundlegende, verdienstvolle Aktivität.
Dāna ist eines der zehn Pāramī (Vollkommenheiten). Pāramī sind geistige Qualitäten, welche zu einem großen Maß entwickelt werden müssen für alle spirituellen Erreichungen. Dāna ist eine Voraussetzung für eine erfolgreiche Meditation. Es ist eine so kraftvolle Handlung, daß sie immer wieder unterstützend wirkt, wenn in der Meditation oder geistigen Entwicklung Stagnation eintritt.
Sehr wichtig für das Ergebnis ist die Motivation (cetanā), welche man vor, während und nach dem Geben hat. Es ist wichtig für die eigene spirituelle Entwicklung über diese Motivation immer wieder zu reflektieren und besonders bevor man gibt. So wird der Nutzen sehr zufriedenstellend sein.
Dāna, wie alle verdienstvollen Handlungen ist kraftvoller, wenn es mit dem Verstehen von Ursache und Wirkung (kamma-vipāka) verbunden ist. Es ist hilfreich, wenn man sich vor dem Geben, während und nach dem Geben darüber im Klaren ist, daß diese heilsame Handlung gute Resultate bringen wird.
Dāna sollte ohne irgendwelche Erwartungen bezüglich weltlicher Vorteile oder weltlicher Ehre gegeben werden. Es sollte auch nicht gegeben werden, um seinen Ruf zu verbessern.
Dāna sollte nur gegeben werden, um die Befreiung der Geistes (cetovimutti) zu erreichen, um frei zu werden von Leiden (dukkha).
Wenn man Dāna gibt, wird der Geistesfaktor Nicht-Verlangen (alobha cetasika) gestärkt. Nicht-Verlangen ist eine der heilsamen Wurzeln, welche der Buddha lehrte. Sie sind heilsam oder geschickt (kusala), weil sie angenehme Resultate in der nahen und entfernten Zukunft bringen werden.
Die Haltung der liebenden Güte (mettā), welche in Nicht-Abneigung wurzelt, und die des Mitgefühls sind sehr unterstützend für das Geben.
Auch wenn die Gabe nicht so verwendet wird, wie man es erwartet oder sich vorgestellt hatte, sollte man sehr achtsam sein, keinen Ärger aufkommen zu lassen. Der eigene Verdienst wird durch den nicht gewünschten Gebrauch des Empfangenden nicht vermindert. Wenn man sich jedoch ärgert über das Geben, kann der Verdienst sehr vermindert werden.
Nach dem Geben sollte man alle Gedanken der Anhaftung an das Objekt, welche auftreten könnten, vermeiden. Dafür sind die Kontemplation über Vergänglichkeit, Unbefriedigendsein und Nicht-Selbst (anicca, dukkha und anatta) bezüglich des Geschenks, des Gebenden und des Empfangenden sehr hilfreich.
'Bhikkhus, es gibt drei Grundlagen verdienstvoller Handlungen. Welche drei? Die Grundlage der verdienstvollen Handlung im Geben,
die Grundlage der verdienstvollen Handlung in ethischem Verhalten,
die Grundlage der verdienstvollen Handlung in der Geistesentwicklung (Meditation: samatha, vipassanā).
Anguttara Nikāya 8.36 (6) Puññakiriyavatthu suttaṃ - Die Grundlagen verdienstvoller Handlung

Diese drei Aktivitäten, welche heilsames Kamma produzieren, zu einer glücklichen Geburt führen, für eine angenehme Zukunft unterstützend sind und zu spirituellem Fortschritt bis zur Arahatschaft (endgültiges Erwachen) führen, erwähnt der Buddha in vielen Suttā.

Es gibt vier Möglichkeiten Dāna für cetovimutti zu geben:

  • für die Verwaltung von cetovimutti,
  • für Kurse und retreats [Mehr],
  • für den Lebensunterhalt der Lehrenden ,
  • für ein Zentrum und Lebensort für Dhammapraktizierende [Mehr]

Wenn Sie Dāna für 'Cetovimutti-Theravāda' geben möchten, schreiben Sie bitte eine email an: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weiter lesen > Pāramī - 10 Vollkommenheiten - Voraussetzungen für wahres Glück


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